10. November 2015  

Kundgebung zum Jahrestages der "Reichspogromnacht"

Die Kundgebung des "Bündnis gegen Rechts, anlässlich des Jahrestages der "Reichspogromnacht" am 09.11.1938, fand 1500 Teilnehmer*innen aus der Stadt und der Region.

 

Redner*innen waren Sprecher*innen des Bündnisses, der jüdisch-reformierten Gemeinde Braunschweig-Wolfsburg, der AWO; der VVN/BdA und der Betriebsratsvorsitzende von VW-Braunschweig. Diese Redebeiträge musikalisch eingerahmt, durch ein Gitarrenduo, mit jiddischen Lieder (nicht zuletzt aus der Arbeiterbewegung dieser Kultur) und mit Lieder von Pete Seeger.
Der Redner des "Bündnis gegen Rechts" spann seinen Redebeitrag von den demokratischen Bestrebungen der 1848 Revolution, über die Bestrebungen der Arbeiterbewegung mit der Novemberevolution von 1918, deren Niederlage mit dem Sieg des Faschismus, welche dann die Reichspogromnacht möglich machte. Der VVN/BdA-Beitrag erinnerte an den "Schwur von Buchenwald". Am härtesten dran war der Redebeitrag des Betriebsratsvorsitzende von VW-Braunschweig, Uwe Fritsch, der sagte, wenn Deutschland endlich seine Rüstungsexporte in Kriegsgebiete einstellen würde, dann hätten wir auch wesentlich weniger Probleme damit das Menschen vor Krieg flüchten müssten. Ansonsten muss für mich als Gewerkschafter gelten, die Not der Flüchtlinge darf keinesfalls benutzt werden, um hier Druck auf die Löhne zu machen. Hier gilt zumindest der gesetzliche Mindestlohn für jeden, eben auch für die würdige selbstständige Existenz die Menschen die hier Zuflucht suchen.
Zugleich fand der VW-BS-Betriebsratsvorsitzende, harte Kritik an der Stadtverwaltung, die an diesem 9.November, der rassistischen BRAGIDA erlaubt, auf dem Rathausvorplatz aufzutreten, während sie die Kundgebung des "Bündnis gegen Rechts" auf einen Randplatz verweist.

Im Anschluss an diese Kundgebung zogen fast alle zur Protestaktion gegen BRAGIDA auf den Rathausvorplatz, wo diese Haufen von 50 Leuten völlig isoliert stand. Die Polizei setzte dann noch durch, dass nach Ladenschluss dieser Haufen noch 600 Meter marschieren durfte, danach wurde aber BRAGIDA durch die Polizei zum Umdrehen aufgefordert, weil Gegendemonstranten immer wieder Barrieren bildeten.

DIE LINKE. Braunschweig freut sich über diese in jeder Hinsicht gelungene Kundgebung des "Bündnis gegen Rechts", zu der wir als Bündnispartner beitragen konnten.

Nicht zuletzt, dank an Genossen*innen unserer Partei aus den Nachbarkreisverbände Gifhorn, Helmstedt und Wolfsburg, die hier mit dabei waren.

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